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Hundeschule Dogs Connection

Dr. med. vet. Janey May – Bedürfnisorientierte Verhaltenstherapie

Dog & Talk - Auf eine Gassirunde mit Dr. Janey May

Dein Podcast für bedürfnisorientiertes Zusammenleben mit Hund

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#29 - Hundebegegnungen

Wenn persönliche Grenzen überschritten werden, wie das bei einer ungewollten Hundebegegnungen geschieht, fühlt sich das ziemlich doof an. Man ist der Situation ausgeliefert, hat also kein Mitspracherecht, ist in der Folge emotional und möglicherweise laut – wodurch das Gegenüber auch nicht mehr zugänglich und offen für ein Gespräch ist. Wie lässt sich diese Situation also vermeiden? 

In dieser Folge beleuchte ich dieses emotionale Thema von allen Seiten, um so hoffentlich zu mehr Verständnis und Rücksichtnahme zwischen Hundemenschen beizutragen.

Zwei Hunde rennen über ein abgeerntetes Maisfeld

Zunächst gilt für mich: wo die Grenzen anderer Beginnen, hört meine Freiheit (oder eben die meiner Hunde) auf. Ich finde, wir müssen in jedem öffentlichen Raum die Grenzen anderer Lebewesen respektieren. Meist werden sie auch schon von weitem nonverbal kommuniziert, z.B. durch eine kurze Leine oder wenn der Mensch seinen Hund an die Seite lenkt und ihm ein Signal gibt. Hier sollte bereits klar sein, dass Kontakt offensichtlich nicht erwünscht ist, aus welchen Gründen auch immer.

Ein wichtiges Werkzeug in diesen Situationen: Kommunikation. Man sollte fragen, ob Kontakt für alle Beteiligten in Ordnung ist und sich um freundliche Kommunikation bemühen. Verständnis auf beiden Seiten ist unfassbar wichtig. In der Folge erzähle ich dir, warum Brüllen und den anderen Hund abblocken auf keinen Fall gute Ideen sind. Denn Studien belegen, dass die Gefühle des Menschen sich auf ihre Hunde übertragen. Ein Teufelskreis, der in Hundebegegnungen nicht von Vorteil ist.

Falls dein Hund immer gechillt ist, die Körpersprache von anderen perfekt lesen kann und andere Hunde grundsätzlich mag, ist das großartig. Du solltest dir aber auch bewusst sein, wie extrem privilegiert du dadurch bist und dass du eben die Minderheit der Hundemenschen darstellst. Die Mehrzahl der Hunde möchte nicht jedem “Hallo” sagen, zeigt vielleicht Leinenaggression oder könnte durch unerwünschte Begegnungen retraumatisiert werden.  Aber auch jene Hundemenschen, deren Hunde verletzend beißen sind in der Pflicht, dies durch einen Maulkorb zu verhindern, denn im normalen Leben kann es auch rücksichtsvollen Menschen passieren, dass z.B. ihr Junghund plötzlich wegflitzt oder die Schleppleine aus der Hand rutscht. Dann zu sagen, dass diese Hunde selbst schuld sind, weil sie auf den beißenden Hund zulaufen, ist ebenfalls zu einfach und führt zu neuen traumatisierten Tieren.  

Rücksichtnahme und Kommunikation sind also die Dinge, die uns Hundemenschen untereinander das Leben einfacher machen. Denn wenn wir ehrlich sind, gibt es bereits genug Menschen, die auf Hunde nicht gut zu sprechen sind. Da sollten wir uns gegenseitig unterstützen und nicht für noch mehr Stress sorgen.


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